Nach der Verhandlung vor dem HFV-Sportgericht möchten wir unsere bisherige Stellungnahme zu den Ereignissen rund um das abgebrochene Spiel unserer 3. Herren gegen Hansa 11 ergänzen.
Wir haben uns zunächst bewusst zurückgehalten. Die Ereignisse rund um den Spielabbruch wurden von den Beteiligten sehr unterschiedlich wahrgenommen und dargestellt. Wir wollten einer sachlichen Aufarbeitung durch den Verband nicht vorgreifen und uns insbesondere nicht daran beteiligen, die Geschehnisse nachträglich in den sozialen Medien auszutragen. Die Verhandlung vor dem HFV-Sportgericht hat inzwischen stattgefunden. Dabei wurden die roten Karten, der Spielabbruch und die Wertung der Begegnung verhandelt.
Wir möchten wir keine öffentliche Auseinandersetzung mit Hansa 11. Gleichzeitig können und wollen wir eine aus unserer Sicht einseitige Darstellung der Ereignisse nicht unwidersprochen stehen lassen.
Die öffentliche Darstellung der Ereignisse ist aus unserer Sicht bisher an mehreren Stellen einseitig und entspricht nicht in allen Punkten dem, was wir und auch andere Anwesende wahrgenommen haben. Wir wollen und können die Ereignisse an dieser Stelle nicht im Detail rekonstruieren. Die Situationen waren unübersichtlich, und es gibt unterschiedliche Wahrnehmungen und Aussagen. Deshalb halten wir es auch nicht für sinnvoll, öffentlich einzelne Personen als Verantwortliche für die Eskalation darzustellen. Gleichzeitig möchten wir einer Darstellung widersprechen, die den Eindruck vermitteln könnte, die Ereignisse seien ausschließlich durch einen Angriff von Zuschauern des SC Sternschanze auf Spieler von Hansa 11 entstanden. Aus unserer Sicht ist die Situation deutlich komplexer.
Uns ist bewusst, dass es für eine derartige Eskalation mehrere Beteiligte und entsprechende Dynamiken braucht. Genau deshalb halten wir eine einseitige Schuldzuweisung für nicht angemessen.
Festhalten möchten wir darüber hinaus noch, dass die beteiligten Zuschauer auf Aufforderung des Schiedsrichters das Sportgelände verlassen haben. Die an anderer Stelle dargestellte Behauptung, Zuschauer seien vor dem Eintreffen der Polizei geflüchtet, entspricht nicht unserer Wahrnehmung der Ereignisse. Die Zuschauer kamen der Aufforderung des Schiedsrichters nach.
Aus unserer Sicht hätte die Begegnung anschließend fortgesetzt werden können. Hansa 11 entschied sich jedoch dafür, das Spiel nicht fortzusetzen. Das Sportgericht hat den Spielabbruch entsprechend bewertet.
Bei aller Kritik an einzelnen Darstellungen ist uns wichtig, nicht den Eindruck entstehen zu lassen, wir würden die Geschehnisse verharmlosen. Wir lehnen körperliche und verbale Gewalt auf und neben dem Fußballplatz entschieden ab. Auf dem Platz und am Spielfeldrand müssen Fairplay und Respekt selbstverständlich sein. Das gilt für Spieler*innen, Trainer*innen, Verantwortliche und ebenso für Zuschauer*innen und Fans.
Die Ereignisse haben uns als Verein sehr beschäftigt. Wir sind im Gespräch mit dem Team und werden auch weiterhin daran arbeiten, dass sich vergleichbare Situationen nicht wiederholen.
Wir wünschen uns, dass Fußball ein Ort des sportlichen Wettbewerbs bleibt, bei dem auch in hitzigen Situationen der Respekt vor dem Gegner und den Schiedsrichter*innen gewahrt wird. Dazu gehören aus unserer Sicht nicht nur das Verhalten auf dem Platz, sondern auch der Umgang der Fans und aller Beteiligten miteinander.
Lasst uns alle daran arbeiten, diese Haltung zu leben.
Euer Vorstand
